Inzwischen ist klar: Hape Kerkeling hat einen neuen Kinofilm in der Planung. Hauptrolle: Seine Kultfigur Horst Schlämmer. Handlung: Schlämmer will Kanzler werden. Mehr: Unbekannt.
Aber das Drumherum ist einfach irre. Wenn einer weiß, wie man heutzutage Werbung macht, dann Hape Kerkeling und die Leute, die dahinter stehen! Nach den kleinen Spots wurde schnell vermutet, was dahinterstecken könnte: PR für einen Film. Aber was für eine PR. Inzwischen twittert Horst Schlämmer unter dem Namen HSPartei, ist bei Facebook und überall sonst im Netz vertreten.
Dabei ist es schon genial, wie Kerkeling es geschafft hat, aus seiner Kunstfigur eine eigene Persönlichkeit zu machen. Auch wenn jeder weiß, wer hinter den falschen Zähnen und dem verfetteten Trenchcoat steckt: Horst Schlämmer wird als eigenständige Person wahrgenommen. Horst Schlämmer war zu Gast bei "Wetten, dass...?", Horst Schlämmer hat bei "Wer wird Millionär?" teilgenommen, Horst Schlämmer hat sich sogar wahrhaftig ins Goldene Buch der Stadt Grevenbroich eingetragen. Kann man es als fiktive Figur weiter bringen?
Ich bin gespannt, was der nächste PR-Coup wird. Kritik gab es bei der aktuellen Kampagne jedenfalls nur einmal: Als er sich bei Facebook mit Bushido in einem Tonstudio zeigte, waren die Fans entsetzt: "Schade, Bushido ist bekanntermassen homophob hoch drei; wie geht das denn, lieber HP?" oder "Mit Bushido? Ich glaube ich spinnne. Dann werd ich wohl doch nicht in den Film gehen.... Schlimm!"
Am 20. August startet der Film in den Kinos. Ich bin gespannt. Und halte es mit Schlämmers Wahlslogan: "Yes Weekend!"


