Komisch, dieses Zeichen neben der Ä-Taste. Früher habe ich die Taste höchstens in Verbindung mit Shift gedrückt, um ein Apostroph zu produzieren. Aber seit ich twittere, nutze ich sie auch ohne Shift (obwohl ich hin und wieder aus Reflex und aus Versehen ein Apostroph fabriziere). Die Rede ist natürlich vom #.
Aber was steckt hinter dem Zeichen, das ich früher nur als Zeichen für "Nummer" kannte, und das man laut Wikipedia auch Gartenzaun, Kanalgitter, Knastfenster oder Oktothorp nennen kann? Bei Twitter heißt das Ding "Hashtag". Und auch wenn einige schon den Tod des Zeichens bei Twitter voraussagen, ist doch in einem Großteil der Beiträge eben so ein Hashtag zu finden.
Seit dem 1. Juli 2009 verlinkt Twitter Begriffe mit Hashtags automatisch und leitet auf die Suchen-Seite um, wenn man draufklickt (was vorher schon mit Programmen wie etwa Thwirl ging). Aber: Ist ein Hashtag denn nur eine Hilfe für Suchbegriffe?
Nein. Denn immer wieder nutzen Twitterer Hashtags auch für eine ironische Bemerkung oder einfach einen ergänzenden Kommentar zum Tweet (Wie etwa "Wer billig kauft, kauft zweimal. #kannmannichtoftgenugsagen" von @fluesterer). Wer sucht schon nach dem Begriff kannmannichtoftgenugsagen?
Hashtags sind manchmal der halbe Witz an einem Tweet. Oder sogar meistens. Denn ich habe das Gefühl, dass immer weniger Leute das # benutzen, um einen Suchbegriff einzubauen, und immer mehr, um dadurch noch ein Wort unterzubringen, das den Tweet lustig(er) gestaltet.
War das so gewollt bei Einführung des Hashtags? Sicher nicht. Aber ist ja eigentlich auch egal. Denn die Internet-Community hat ihre eigenen Gesetze. Das hat sie immer wieder bewiesen. Und so ist vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis in der Disco zum ersten mal folgender Satz fällt: "Kann ich mal dein Oktothorp haben?"
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Mittwoch, 1. Juli 2009
Sonntag, 28. Juni 2009
Tempus Fugit
Wie haben "die Menschen" eigentlich ihre Zeit verschwendet, als es noch kein Internet gab?
Jetzt sitze ich hier auf meinem Schreibtisch-Stuhl, auf dem ich 80 Prozent meiner Zuhause-Zeit verbringe und füttere mein neues Spielzeug - einen Blog. Ja, ich hatte schonmal einen, vor einer halben Ewigkeit. Das ganze habe ich noch nicht so ganz ernsthaft verfolgt damals. Entsprechend schnell war dieses Vorhaben, mit einem eigenen Blog den Durchbruch in der multimedialen Welt zu erringen, wieder passé.
Nun also der nächste Anlauf. Bei der Lektüre von "Was würde Google tun?" habe ich gelesen, dass mein Lieblings-Internetriese auch eine eigene Blog-Software hat. Und da ich schon seit einigen Wochen begeistert twittere (wirklich ein großer Spaß!) habe ich mich jetzt auch zum großen Bruder des Twitterns entschieden (wieder einmal).
Wenigstens habe ich jetzt einen Grund mehr für das "Für nichts habe ich genug Zeit!"-Gefühl. Wieder ein neues Phänomen, das mich stundenlang vor meinem Monitor fesseln kann, dem ich in die Schuhe schieben kann, dass noch nicht gespült, gestaubsaugt und sowieso noch nicht gebügelt ist. Wieder ein Grund mehr, sich über tausend Gründe aufzuregen, so viel Zeit sinnlos liegen zu lassen. Toll! Wie konnte ich bisher nur ohne Blog leben?
Jetzt sitze ich hier auf meinem Schreibtisch-Stuhl, auf dem ich 80 Prozent meiner Zuhause-Zeit verbringe und füttere mein neues Spielzeug - einen Blog. Ja, ich hatte schonmal einen, vor einer halben Ewigkeit. Das ganze habe ich noch nicht so ganz ernsthaft verfolgt damals. Entsprechend schnell war dieses Vorhaben, mit einem eigenen Blog den Durchbruch in der multimedialen Welt zu erringen, wieder passé.
Nun also der nächste Anlauf. Bei der Lektüre von "Was würde Google tun?" habe ich gelesen, dass mein Lieblings-Internetriese auch eine eigene Blog-Software hat. Und da ich schon seit einigen Wochen begeistert twittere (wirklich ein großer Spaß!) habe ich mich jetzt auch zum großen Bruder des Twitterns entschieden (wieder einmal).
Wenigstens habe ich jetzt einen Grund mehr für das "Für nichts habe ich genug Zeit!"-Gefühl. Wieder ein neues Phänomen, das mich stundenlang vor meinem Monitor fesseln kann, dem ich in die Schuhe schieben kann, dass noch nicht gespült, gestaubsaugt und sowieso noch nicht gebügelt ist. Wieder ein Grund mehr, sich über tausend Gründe aufzuregen, so viel Zeit sinnlos liegen zu lassen. Toll! Wie konnte ich bisher nur ohne Blog leben?
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